Sean Connery ist tot. Zur Erleichterung der Anwohner und Offiziellen nehmen die 007-Macher Rücksicht auf die Natur. Hier spürt Bond einen geläuterten Bösewicht namens "The pale King" auf. „So eine Chance lässt man sich nicht entgehen“, sagt Bürgermeister Matthias Scherer (44). Gleich nebenan - in Bad Aussee - wohnt Klaus Maria Brandauer, der in „Sag niemals nie“ (1984) als Maximilian Largo der Widersacher von Sean Connery war. Doch die Vorteile scheinen alle überzeugt zu haben. „Wir sind ein sehr seltenes Landschafts-Möbel“, erklärt Lugger. Doch nun sind viele Kinos wegen Lockdowns ohnehin geschlossen. Die Zimmerleute aus Obertilliach und Region haben ganze Arbeit geleistet. Handwerker und Bauern freuen sich über Zusatzaufträge und über zum Dreh verpachtete Grundstücke, die Hoteliers über eine hier 350 Mann starke Crew, die essen und schlafen will. Doch nun verriet die Schauspielerin Lashana Lynch in einem Interview, dass die im neuen Bond-Streifen „No Time To Die“ von ihr gespielte Nomi zumindest vorübergehend die berühmte Codenummer 007 bekommt. Fans und Kinobetreiber reagierten empört, als der Kinostart des neuen James-Bond-Films zum vierten Mal verschoben wurde. „Die geheimdienstliche Diskretion schwebt über allem“, schmunzelt der 67-jährige Josef Lugger aus Obertilliach. „Der Transport des Materials erfolgt mit Booten und Hubschraubern“, sagt Jakob. Dass sich die Location-Scouts aus England für Obertilliach entschieden haben, ist für die Offiziellen gar nicht so überraschend. Von der nahen Skipiste aus werde Bond wohl vor seinen Verfolgern in die Hütte fliehen, meint der 76-Jährige. Obertilliach als Kulisse für wesentliche Szenen in einem globalen Blockbuster? An - angeblich schon wieder veraltete - Details sind zum Leidwesen der Produzenten einige Hacker herangekommen. Doch alles rund um die Handlung soll top secret sein. Einige Tage ist unter anderem die Ski-Piste wegen des Top-Agenten gesperrt. Für die geplanten Actionszenen habe das „super gepasst“, sagt Scherer. Auch in der Tourismus-Hochburg Sölden im Ötztal reibt man sich die Hände. Weitere Drehorte in Österreich sind Sölden und Altaussee. Ausgerechnet vor der Haustür einen legendären Bond-Gegenspielers drehen die Produzenten am dritten österreichischen Drehort in Altaussee in der Steiermark. Der Schauspieler ist im Alter von 90 Jahren gestorben, wie seine Familie auf dem britischen Sender BBC mitteilt. „Bond ist als Marke unschlagbar, um sie auch touristisch zu verwerten“, meint Bohrer. Der ÖVP-Politiker und das Mini-Komitee sondierten die Stimmung im Dorf. „Das ist wie ein Lotto-Sechser“, ist sich der Chef der Bergbahnen Sölden, Jakob Falkner, sicher. Auf dem Gletscher, der Gletscherstraße und im neuen Ice-Q-Restaurant am Gaislachkogl mit spektakulärer Sicht werde im Januar und Februar tageweise gedreht, erzählt Falkner im Sender „Sölden-TV“. Der Stadl, dessen Holz von einem alten Bauernhof in der Steiermark stammt, gilt als „James-Bond-Haus“. Die Bond-Produzenten bleiben in der Frage ganz gelassen. Der Österreicher Christoph Waltz (58), Bösewicht im neuen Bond, wird bei den Dreharbeiten in seiner Heimat gar nicht auftauchen, verriet er der „KronenZeitung“. Die Frage lautete schlicht: „Wo ist das James-Bond-Haus?“ Die Filmcrew hat vor den Dreharbeiten zum nächsten 007-Abenteuer mit dem Titel „Spectre“ in Obertilliach in Osttirol zwar viele Spuren gelegt. Ungeduldige Fans haben eine kuriose Aktion gestartet, um den Film trotzdem zu sehen. „In der Region bleiben ungefähr vier Millionen Euro“, sagt Scherer über das unerwartete Konjunkturprogramm. Jänner 2015 in unserem Jagdhaus Seewiese. Zwei Tage dauerten die Dreharbeiten am Altausseer See. Denn der PR-Coup bedeutet in der etwa dreiwöchigen heißen Drehphase ab Mitte Januar auch Einschränkungen für Bewohner und Urlauber. Obendrein hatte der vergangene Rekordwinter mit seinen insgesamt neun Metern Schnee und tagelangen Stromausfällen im Rückblick auch etwas Gutes. Die Filmcrew hat vor den Dreharbeiten zum nächsten 007-Abenteuer mit dem Titel „Spectre“ in Obertilliach in Osttirol zwar viele Spuren gelegt. Schon im August haben sie auf einer Wiese am Rande des Dorfes mit dem Bau eines auf alt getrimmten Tiroler Stadls und mehrerer kleiner Heuhütten begonnen. Alle Orte fühlen sich schon als Sieger im Kampf um Gäste. Der Ort sei schon öfter Kulisse für TV und Film gewesen, meint Scherer. Superstar Craig wird wohl für vier, fünf Tage zum Dreh in Osttirol sein. Viel dürfen wir Euch über Internet nicht erzählen, nur eines noch, auch der Oscarpreisträger Regisseur Sam Mendes war mehrere Tage bei uns auf der Seewiese. Die nun hindernisfreie Schneise habe die Filmemacher gefreut. Das Jagdhaus Seewiese war nicht nur in Österreich, sondern Weltweit der erste Drehort für den neuen James Bond Film "Spectre" Daniel Craig war am 5. und 6. „Hier wird es eine Verfolgungsjagd geben“, erzählt Nachbar Emil Figl. Aber das monatelange Schweigegelübde zeigt in dem 700-Seelen-Dorf immer noch Wirkung. Jeff Daniels spielt Comey als Mann mit Prinzipien, der sich erst bei den Demokraten verhasst macht und dann von Trump gefeuert wird. Er wehrt sich gegen die Sorge, der Spaß im Skigebiet könnte für den Urlauber durch die Filmarbeiten getrübt werden. In den engen Gassen des Dorfes werde das Katz-und-Maus-Spiel weitergehen. Sonst hätte eine Straße für die Sattelschlepper ausgebaut werden müssen. Die vierteilige Miniserie „The Comey Rule“ bei Sky zeigt, wie der frühere FBI-Chef James Comey in die Mühlen der Politik geriet. „Ich habe berufsbedingt Alzheimer.“ Der so von Vergesslichkeit Geplagte trägt eine weithin gelb leuchtende Jacke mit der Aufschrift „Security“ und beschützt mit zwei Kollegen einen alten Tiroler Stadl. Egal, ob Spion mit der Lizenz zum Töten oder Wachmann mit der Lizenz zum Kettenrauchen. Wer wird der Nachfolger von Daniel Craig als 007? Die wetteranfällige Hochspannungsleitung wurde auf einer Länge von zwei Kilometern unter die Erde verlegt. Der Ort sei als altes Wehrdorf noch ganz kompakt, habe viele alte Holzhäuser, kaum eine Bausünde geschweige denn einen Hotelturm. © STUTTGARTER-ZEITUNG.DE Zum Seitenanfang, 23 Bilder - Klicken Sie sich durch unsere Fotostrecke. Schlafen wird der 46-Jährige woanders, heißt es. „Drehort ist eine Fischerhütte“, sagt Enrico Jakob von der Filmförderung des Bundeslandes. Im Ort selber mit seinen 15 000 Hotelbetten fallen vor allem die englischen Autos und die Lastwagen auf. Der Bauer, Wirt, Seilbahner und Musikant gehörte zu den fünf Leuten, die im März vom Interesse der 007-Produzenten aus England erfuhren. Die düstere Romantik von Altaussee trügt nicht. Insgesamt seien in Österreich vom großen Filmteam - insgesamt 500 Leute - 30 000 Übernachtungen gebucht, sagt der Chef der Filmförder-Agentur Location Austria, Arie Bohrer. Am See des Ortes werden an zwei Tagen eher ruhige Momente gedreht. Große Zelte dienen als Lagerhallen, Container als Büros, zwei Hubschrauberlandeplätze sind angelegt. James Bond bleibt ein Mann. Sölden, Altaussee und Obertilliach in Österreich sind im 007-Glück: Daniel Craig kommt in die romantisch-verschneiten Orte zu Dreharbeiten für seinen neuen "James Bond-"Film "Spectre" - und lässt die Kassen klingeln. Obertilliach/Sölden - Wer für den Geheimdienst Ihrer Majestät arbeitet, kann schweigen wie ein Grab. Architekturbüros und Bauten aus dem Südwesten waren auf der Shortlist des DAM-Preises 2021 noch reichlich vertreten – haben sie es in die Endrunde des renommierten Auszeichnungsverfahrens geschafft?