Freiburger Geschichte und Geschichten aus Freiburg

LUWE Motorräder und Fahrzeuge

Als in Freiburg noch Rennen gefahren wurden.

Nun ja, viele denken jetzt gleich an den Schauinsland – Bergrekord, doch weit gefehlt.

Jahre zuvor hat der 1. Freiburger Motorradklub damit begonnen, Rennen und Prüfungsfahrten auf dem Freiburger Exerziergelände, heute eher als Flugplatz bekannt, abzuhalten. Um genau zu sein im Oktober des Jahre 1923. Einige der Gründungsmitglieder zeichneten sich dadurch aus, als das sie nicht nur Motorsport begeisterte waren, sondern vielmehr dafür, dass sie ein Markenzeichen in Freiburg setzten.

Ein Markenzeichen was die Herren aus Freiburg, als Hersteller für eine Automobil- und Motorradmarke auszeichnet. Diese Marke ist LUWE.

LUWE ist aus dem Vor- und Familiennamen des älteren zweier Brüder entstanden. Ludwig Weber seines Zeichen Ingenieur, Pilot, Pilotenausbilder, Konstrukteur, Rennfahrer, Flugzeugbauer und im besonderen, Hersteller (Fabrikant) von Automobilen und Motorrädern.

LUWE_Logo

Diese Logo wurde Stück für Stück aus Bildern heraus mit Lupe nachgebildet. ©bei Thomas Weber (timiporsche(at)gmail.com)

 

Dieses Logo mit dem Freiburger Stadtwappen war sein Markenzeichen, das auf den Tanks der damaligen Motorräder aufgebracht wurde. Für das lackieren und das Logo war seine Schwägerin Lina die Frau seinen Bruders Anton zuständig.

Die Marke LUWE begann 1921 ihre Produktion und dauerte bis 1933. Bis 1928 noch unter direkter Regie von LUWE, später dann unter seinem Bruder weitergeführt bis 1931, dann hat die Firma Wunderle die Produktion bis 1933 weitergeführt. Um die 2000 Motorräder sind in dieser Zeit gebaut worden.

Der Freiburger Flugplatz als Rennstrecke, die Begeisterung der Massen war damals unermesslich. Damals trug er noch den Namen „Exi“ so nannten die Freiburger liebevoll den Exerzierplatz damals.

Startaufstellung auf dem Exi. Im Hintergrund noch der Wasserturm, der vermutlich Wasser für Dampfloks speicherte.

Startaufstellung auf dem Exi. Im Hintergrund noch der Wasserturm, der vermutlich Wasser für Dampfloks speicherte.

 

Anfangs waren nur wenige 1000 Menschen zu den Rennereignissen gekommen. Im Verlauf der Jahre wurden es jedoch immer mehr. Schlussendlich waren es einmal so viele, dass sogar der Start einmal verschoben werden musste, da die Menschenmassen „Regimenterweise“ anrückten. So wusste der damalige Journalist der Freiburger Zeitung sich auszudrücken. 12000 – 15000 Menschen säumten die Rennstrecke, welch ein Spektakel. Einige großen Namen sind in den Starterlisten und den Rennergebnissen zu finden.
Die Bilder sind aus privatem Besitz und sind im Zeitraum 1923- 27 entstanden.

Doch die „Exi“-Rennen waren nicht die einzigen Rennen der damaligen Zeit. So gab es in diesem Rahmen noch die Feldbergprüfungsfahrt, wofür sich unter anderen besonders der Motorradklub als Initiator zeichnete.

Auf der Zielgeraden, unschwer die Skyline der Freiburger Berglandschaft zu sehen

Auf der Zielgeraden, unschwer die Skyline der Freiburger Berglandschaft zu sehen

 

LUWE eine Fahrzeugmarke die in Freiburg gebaut wurde und bis in die heutige Zeit überlebt hat. Auch heute noch gibt es rollendes Material, was als Zeugnis seines Schaffens steht.

Mit Grüßen an die Freiburger Fans des historischen Freiburgs
Thomas Weber meines Zeichens Nachkommen von Ludwig Weber (LUWE)

Vielen Dank an Thomas Weber für diesen Gastartikel.