Freiburger Geschichte und Geschichten aus Freiburg

Allgemein

Die Schwabentorbrücke

Die Schwabentorbrücke

An dieser Stelle standen im Laufe der Jahrhunderte mehrere Brücken in Holz- oder Steinbauweise. Nachdem beim Jahrhunderthochwasser am 9. März 1896 zwei der drei Bögen der Steinbrücke weggerissen wurden, wurde eine Eisenbrücke an diesem Dreisamübergang errichtet. Die heutige moderne Betonbrücke stammt zu großen Teilen aus dem Jahre 1974, als die Eisenbrücke dem hohen Verkehrsbedarf und der Verkehrsführung der Leo-Wohleb-Straße angepasst wurde. In die Neukonstruktion wurden Elemente der Brücke von 1897 integriert, so zum Beispiel das gusseiserne Geländer mit den Wappenfeldern.

Zur Brücke gehören zwei Türme und ein Brunnenhaus in neogotischer Bauweise und zwei in historisierender Weise von Julius Seitz gefertigte Skulpturen; diese stellen Albertus Magnus an der Nordseite und Martin Malterer mit Leopold III. von Habsburg an der Südseite dar. Die Brücke wurde so stilistisch dem Schwabentor angepasst. Der nördliche Turm diente der Hochwasserwache, der südliche beherbergte das Stellwerk für den Kronenmühlenkanal. Am Nordturm ist eine Tafel zur Erinnerung an die Geheimen Oberregierungsräte Karl Siegel und Leopold Sonntag angebracht, die in der Nacht vom 9. März 1896 trotz Warnung der Feuerwehr sich selbst von der Standfestigkeit der Brücke überzeugen wollten, beim Einsturz von den Wassern mitgerissen wurden und so zu Tode kamen. Ebenso erinnert dort ein Schlussstein aus dem Jahr 1609 an die frühere Steinbrücke.[1]

Schon bevor die Freiburger Straßenbahn ab dem 2. Dezember 1901 die Schwabentorbrücke passierte, fuhren Pferdeomnibusse vom Hauptbahnhof zur Nägelseestraße über die Brücke, Vorläufer der Straßenbahnlinien B zum Alten Messplatz und C zur Lorettostraße. Heute fährt die Linie 1 von Landwasser nach Littenweiler über die Brücke.
Text Wikipedia

Der Bertoldsbrunnen um 1920

Der Bertoldsbrunnen, Foto um 1920,
befindet sich an einem der zentralsten Punkten der Stadt, nämlich auf der Kreuzung der Salz- und Kaiser-Joseph-Straße. Schon seit dem frühen 19. Jahrhundert war es Handels- und Treffpunkt der einstigen Freiburger Einwohner.

Heute führen an dieser Stelle nahezu alle Straßenbahnlinien der Freiburger Verkehrs AG zusammen.

Bis zum zweiten Weltkrieg zierte noch der Fischbrunnen von 1806 die Kreuzung. Jedoch wurde er durch den Bombenangriff zerstört und man stellte eine Kopie auf der Nordseite des Münsters auf.

Den Fischbrunnen ersetzte man durch den Bertoldsbrunnen, der aber letztendlich ebenfalls am 27.November 1944 von einen Luftangriff durch Bomben vollständig zerstört wurde.
Eine Nachbildung wurde abgelehnt und somit ein zeitloses, abstraktes Denkmal verwirklicht.
Es ist den Herzögen von Zähringen, Gründern und Herren von Freiburg gewidmet. Der etwa vier Meter hohe Steinsockel im flachen Wasserbecken wird von einem abstrakten Reiterstandbild bekrönt.