Freiburger Geschichte und Geschichten aus Freiburg

Tägliches Archiv: 6. Oktober 2017

Der Freiburger Stadtgarten in den 1960er

Der Freiburger Stadtgarten in den 60er.
Entstanden ist der Stadtgarten infolge der „Oberrheinischen Gewerbeausstellung“ von 1887, die noch auf dem Karlsplatz, dem ehemaligen Exerzier- und Messplatz, stattgefunden hatte. Noch 1887 wurde der Stadtgärtner Schmöger mit der Planung und dem Bau desselben beauftragt. Der Park war schon 1888 fertiggestellt und eröffnet, bis 1911 kostete er sogar Eintritt[.
Zur ursprünglichen Ausstattung gehörten ein Aquarium, Musikpavillon, Springbrunnen und ein Kinderspielplatz. Außerdem gab es ein Gehege mit einer Rhesusäffin namens Änne, die heute ausgestopft im Museum Natur und Mensch zu sehen ist.
Ab 1889 kamen noch Gelände am westlichen Schlossberg hinzu, die als Waldpark angelegt wurden. Als Folge des Ersten Weltkriegs wurde die Pflege deutlich vernachlässigt, so dass das Gelände von 1920 bis 1924 neu gestaltet wurde. Bis beim Luftangriff auf die Stadt (Operation Tigerfish) die Konzerthalle und der Park zerstört wurden, blieb der Park in dieser Form. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Stadtgarten wieder in Stand gesetzt. Dies begann 1948 mit der Verfüllung der Bombenkrater und der Räumung der Wege; diese teilweise Wiederherstellung geschah im Rahmen der „Badischen Industrie- und Gewerbeausstellung“. Ab 1952 wurde der Park dann vollständig wiederhergestellt und 1953 sogar nach Norden auf das Gebiet der ehemaligen Festhalle (s.u.) erweitert. 1967 wurde er am Südrand etwas verkleinert, um Platz für den Bau des Leopoldrings zu schaffen. In den 1960er Jahren wurde dann die Schlossberg-Seilbahn zum Restaurant Dattler gebaut, die schon 1914 geplant gewesen war.